Eiszeit neigt sich dem Ende entgegen – Auftakt gegen ZFC

Nach einer ungewöhnlich und ungewollt langen Winterpause, steht für den BAK am Sonntag das erste Pflichtspiel nach 70 Tagen auf der Agenda. Aufgrund der Spielabsage des 18. Spieltags gegen den FC Schönberg 95, dem erneuten Aufschub dieses Spiels am 29.01. und den darauf folgenden Derbys gegen Viktoria Berlin und den BFC Dynamo, die wegen schlechter Platzverhältnisse ebenfalls verschoben werden mussten, konnten die Athleten seit über zwei Monaten keine Wettkampfpraxis sammeln. Doch nicht nur der BAK hatte in dieser Zeit mit Absagen zu kämpfen. Der harte und kalte Winter machte dem Spielbetrieb auch auf anderen Plätzen der Liga einen Strich durch die Rechnung. So konnten von den letzten 18 angesetzten Partien lediglich drei ausgetragen werden.

Zumindest von den Temperaturen her ist nun Besserung in Sicht. Die Plusgrade lassen das Eis auf den Rasenplätzen nach und nach verschwinden – ein ramponierter und aufgeweichter Untergrund bleibt jedoch meist trotzdem zurück. Dennoch soll der BAK beim ZFC Meuselwitz den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Die Zipsendorfer, trainiert von Heiko Weber, stehen momentan auf Rang 13 der Tabelle und damit über dem Strich und somit im Soll. Zuletzt präsentierten sich die Thüringer jedoch wesentlich besser, als der Tabellenplatz auf den ersten Blick vermuten lässt. Nur in zwei der letzten neun Begegnungen musste man sich geschlagen geben. Vor allem gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel präsentierte sich der ZFC blendend. Sowohl für RB Leipzig II,  als auch für Viktoria Berlin gab es in der bluechip-Arena nichts zu holen. Zudem machten die Zipsendorfer vor zwei Wochen auf sich aufmerksam, als sie beim Tabellenführer aus Jena überraschend, wenngleich etwas glücklich, drei Punkte aus dem „Paradies“ entführten. Die Formkurve zeigt mittlerweile also steil nach oben, nachdem Meuselwitz in den ersten zehn Spieltagen der Saison keinen einzigen Sieg einfahren konnte. Zu verdanken hat die Mannschaft den Auschwung u.a. Rufat Dadashov (6 Tore, 2 Assists) und Andy Trübenbach (5 Tore).

Beim BAK lief es dagegen in den letzten Spielen vor der Winterpause alles andere als rund. Nachdem die Athleten zwischenzeitlich eine Serie von sieben siegreichen Spielen starten konnten, gingen die letzten beiden Heimspiele vor der „Eiszeit“ verloren. Am 15. Spieltag setzte es eine 0:1 Niederlage gegen Neugersdorf, am 17. Spieltag kassierte man fünf Gegentore beim 3:5 gegen RB Leipzig II. Ein ungewohntes Bild, da der BAK in der Vergangenheit besonders Zuhause überzeugen konnte. Auch im Pokal schied man in diesem Zeitraum aus. Der Gang in die Pause hatte also einen bitteren Beigeschmack. Umso wichtiger ist es jetzt, mit einem positiven Erlebnis wieder aus den Startlöchern zu kommen. Auf Platz drei liegend und mit 12 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten Jena, sowie zwei Spielen weniger, ist noch nichts verloren. Zudem empfängt der Athletik Klub die beiden Spitzenmannschaften der Liga (Jena, Cottbus) in der Rückrunde vor heimischer Kulisse im Poststadion.

Der Fokus liegt allerdings erst einmal auf der Auswärtsaufgabe beim ZFC. Mit ausgedünntem Kader reist der Athletik Klub nach Thüringen. In der Winterpause verließen gleich fünf Spieler den Verein. Im Gegenzug wurden mit Ekallé und Özcan zwei junge Perspektivspieler verpflichtet. Wie ein Neuzugang zu behandeln ist auch Sofien Chahed. Der Deutsch-Tunesier kam vor der Saison als Königstransfer vom VfL Osnabrück, riss sich aber nur einen Tag nach Vertragsunterzeichnung in einem Testspiel das Kreuzband und absolvierte seitdem kein Pflichtspiel. Diese Premiere könnte sich nun gegen den ZFC anbahnen. Möglich, dass er für den Gelb-Rot gesperrten Azaouagh in die Startelf rückt. Zudem steht auch der Nigerianer Uzoma Eké aufgrund einer Gelbsperre nicht zur Verfügung. Zur Verfügung steht nach langer Verletzungspause dagegen Stephan Flauder. Der Schlussmann, der monatelang an einer hartnäckigen Knieverletzung laborierte, wird zwischen die Pfosten zurückkehren. Sein etatmäßiger Vertreter Jakub Jakubov wird nach einer schweren Fingerverletzung vorerst nicht im Aufgebot zu finden sein.