Gerechtes Unentschieden zwischen Auerbach und BAK

Spielbericht BAK vs Auerbach-min

Dass dieses Spiel überhaupt stattfinden konnte, grenzte schon an ein kleines Wunder. Nachdem die Partie am Dienstag erst abgesagt werden musste, fiel am Freitagmittag dann die Entscheidung, dass doch im Poststadion gekickt werden kann. So konnte der BAK am Sonntag also tatsächlich das erste Heimspiel im Jahr 2017 bestreiten, nachdem die Begegnungen gegen Schönberg und Dynamo verlegt wurden.

BAK-Coach Jörg Goslar schickte, frei nach dem Motto „Never change a winning team“, die gleiche Startelf wie beim 1:0 Erfolg in der Vorwoche beim ZFC Meuselwitz auf den Platz. Azaouagh und Eké kehrten nach ihren Sperren in den Kader zurück. Bei den Gästen feierte Marc-Philipp Zimmermann, der in der Winterpause vom FSV Zwickau kam, sein Pflichtspieldebüt. Zimmermann hatte in der Vorsaison mit 15 Treffern einen entscheidenden Anteil am Aufstieg des FSV gehabt.

In einem munteren Regionalligaspiel konnten die Gäste aus dem Vogtland die erste Tormöglichkeit verzeichnen. Nach bereits vier Minuten landete der Ball nach einem Freistoß bei Alexander Mattern. Sein Schuss landete nur knapp neben dem Gehäuse von BAK-Keeper Stephan Flauder, welcher nach langer Verletzung sein erstes Heimspiel seit dem 27.04.2016 absolvierte. Fünf Minuten später kam der BAK dann zu seiner ersten Chance – und was für einer. Nach einer Hereingabe von Kevin Stephan war Miroslav Slavov mit dem Kopf zur Stelle. Sein Kopfball verfehlte das Tor nur knapp. Auerbach-Schlussmann Schmidt wäre wohl geschlagen gewesen. Slavov, seinerseits Führender der Torschützenliste, wartet nun schon seit fünf Spielen auf einen Treffer. Der BAK hatte die größeren Spielanteile, Auerbach setzte dagegen auf Kontergegenstöße und Standardsituationen. Eine solche bot sich dann in der 32. Spielminute. Nach einer Ecke kam der Tscheche Vaclav Heger an den Ball und wuchtete das Spielgerät mit der Stirn gegen den Querbalken. Glück für die Hausherren. In der Schlussphase der ersten Hälfte kam der BAK vor allem über die Linke Seite in Person von Orhan Yildirim in den Strafraum des VfB. Slavov und Stephan verpassten allerdings mehrmals knapp die Hereingaben des kleinen, quirligen Außenbahnspielers – mit 0:0 ging es in die Pause. Angesichts der Chancen ein ungewöhnlicher Zwischenstand.

Mit Dampf kam der Athletik Klub vor 214 Zuschauern im Poststadion aus den Kabinen. In der 49. Minute vereitelte ein weiteres Mal VfB-Keeper Stephan Schmidt die Führung der Hausherren. Erst scheiterte Slavov mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz, dann wurde der Nachschuss von Sturmpartner Stephan geblockt. Den anschließenden Eckball köpfte Kahlert übers Tor. Mitten hinein in diese Druckphase dann der Schock: Nach einem Pass in die Tiefe von Kötzsch tauchten Wild und Zimmermann allein vor Flauder auf. Wild behielt einen kühlen Kopf und legte den Ball klug auf Zimmermann ab, der nur noch einschieben musste – die Gästeführung war perfekt. Kurz darauf war es erneut ein Pass in die Tiefe, der die BAK-Verteidigung überlistete. Die Doppelchance durch Wild und Schlosser vereitelte Flauder mit zwei glänzenden Reaktionen. Von dort an gelang es dem BAK den Druck auf den Gegner konstant hoch zu halten, dies wurde allerdings erst in der 82. Minute belohnt. Pepic schlug zum wiederholten Male einen Freistoß scharf in den Strafraum, wo der gerade erst eingewechselte Ahmet Sagat mit seiner ersten Ballberührung den Ball in die Maschen nickte. Wie schon in den Heimspielen gegen Fürstenwalde und Luckenwalde war der BAK dran, einen Rückstand in den letzten Minuten in einen Sieg umzubiegen. Zwar kamen die Hausherren noch zu der ein oder anderen Torannährung, der entscheidende Treffer blieb den Athleten leider verwehrt.

 

Aufstellungen:

Berliner AK: Flauder – Belegu, Trapp, Kahlert (55., Azaouagh), Mühlbauer – Chahed (83., Sagat), Pepic, Yildirim, Zimmer (61., Özcan) – Slavov, Stephan

VfB Auerbach: Schmidt – Heger, Müller, Sieber, Löser – Mattern, Kötzsch – Wild (90., Kühn), Schlosser (78., Mlika), Paradies (68., Kunert) – Zimmermann

 

Tore: 0:1 Zimmermann (55.), 1:1 Sagat (82.)

 

Gelbe Karten: Löser, Mattern

 

Schiedsrichter:  Felix Burghardt

 

Stadion: Poststadion (Berlin)

 

Zuschauer: 214