2:0 gegen TSG – BAK kann doch noch im Posti siegen

Spielbericht BAK vs Neustrelitz 2-0-min

Nach zuletzt fünf Heimspielen ohne Sieg (drei Niederlagen, zwei Remis) wollte der BAK gegen Tabellenschlusslicht Neustrelitz unbedingt wieder einen Erfolg vor heimischer Kulisse feiern. Auch Abu Njie, der vor drei Wochen den Posten des Cheftrainers von Jörg Goslar übernommen hatte, war fest entschlossen, nach der Niederlage in Fürstenwalde und dem Unentschieden gegen den FC Schönberg, nun endlich seinen ersten Dreier als Cheftrainer zu feiern. Auf der Gegenseite zählte für die Mannschaft von TSG-Coach Hollerieth, der auch nach acht Spielen als Trainer der TSG noch auf einen Sieg wartet, nur ein Sieg. Jedoch stehen die Chancen auf den Klassenerhalt, auch im Falle eines Erfolgs, eher schlecht.

Die erste zaghafte Torannährung gab es nach fünf Minuten. Ein Kopfball von Neustrelitz sorgte allerdings für keine große Gefahr. Nach dieser Chance spielte nur noch der BAK. Neustrelitz war währenddessen darum bemüht, die Null zu halten. In der 14. Spielminute wurde es zum ersten Mal brenzlich für den Underdog, doch Zimmer verpasste die Führung für die Hausherren. Drei Minuten später versuchte es Sofien Chahed aus der zweiten Reihe, sein Versuch flog jedoch deutlich über das Tor. Nach zwei weiteren Torgelegenheiten durch Stephan, wurde die TSG in Person von Spielführer René Pütt noch einmal gefährlich. Sein Linksschuss zischte aber knapp am Pfosten vorbei. Flauder wäre an diesen Versuch wohl nicht mehr herangekommen. Gegen Ende der ersten Halbzeit schalteten die Athleten noch einmal einen Gang höher und man merkte ihnen an, dass sie unbedingt mit einer Führung in die Kabine gehen wollten – und die Chancen waren da. Nachdem Belegu erst an TSG-Schlussmann Junghahn scheiterte, folgte kurze Zeit später eine Großchance durch den wiedergenesenen Innenverteidiger Kevin Kahlert. Belegu und Kahlert waren es auch, die zusammen die größte Chance der ersten Halbzeit vergaben. Erst setzte Kahlert einen Kopfball gegen den Pfosten, machte den Ball aber anschließend fest und legte das Spielgerät auf den heransprintenden Belegu ab, der das Leder mit Gewalt über das Tor jagte – nach dieser Aktion pfiff Schiedsrichter Wartmann zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich der BAK, trotz der schlechten Chancenverwertung, keineswegs demotiviert. Im Gegenteil: In der 51. Spielminute platzte endlich der Knoten. Nach einem schnellen Angriff konnte Junghahn  den Schuss eines BAK-Spielers nur abklatschen lassen, Zimmer war zur Stelle und staubte ab – 1:0 BAK. Sieben Minuten später war es wieder Zimmer, der Junghahn mit einem starken Freistoß zu einer ebenso starken Parade zwang. Von nun an gab es wieder hochkarätige Chancen im Minutentakt. Alleine Stürmer Kevin Stephan hätte einen Doppelpack schnüren können (59., 67.). Aber auch Maximilian Zimmer hatte in der 71. Seinen zweiten Treffer des Tages auf dem Fuß. Nachdem er vom pfeilschnellen Özcan in Szene gesetzt wurde, trudelte sein Abschluss aber knapp am Tor vorbei. Junghahn war zu dem Zeitpunkt schon geschlagen. In der 82. Spielminute konnten die Hausherren den Sack dann aber doch zu machen. Der Eckstoß von Maximilian Zimmer fiel Kevin Kahlert vor die Füße, der knallte den Ball unhaltbar zum 2:0 in die Maschen – Die Entscheidung. Kurz vor Ende ergab sich für die Gäste aus einem Gedränge heraus dann noch eine Gelegenheit zum Anschlusstreffer, Flauder machte diese Chance jedoch zu Nichte. So stand nach Ablauf der 90 Minuten ein verdienter, und im Ergebnis noch zu knapper, Sieg für den Athletik Klub zu Buche.

Berliner AK 07: Flauder – Belegu (71., Ekallé), Kahlert, Trapp, Uzoma – Chahed, Azaouagh, Özcan – Zimmer (84., Pepic), Yildirim – Stephan (77., Slavov)

TSG Neustrelitz: Junghahn, Okumura, Covic, Zeugner, Luksik – Edeling (74., Zazai), Schmitt, Campagna (67., Wendt), Pütt – Okoronkwo, Celani (52., Tomita)

Tore: 1:0 Zimmer (51.), 2:0 Kahlert (82.)

Gelbe Karten: Wendt, Okoronkwo, Luksik, Zeugner,

Schiedsrichter: Marko Wartmann

Stadion: Poststadion (Berlin)

Zuschauer: 125