BAK siegt in spektakulärem Spiel mit 4:2 gegen VfB

Am Tag der Deutschen Einheit empfing der BAK im heimischen Poststadion den Tabellenfünfzehnten VfB Auerbach, der drei Tage zuvor Zuhause gegen den BFC unterlag. Der BAK hatte währenddessen einen Punkt aus Bautzen entführt und wollte demnach auch gegen die Vogtländer Punkten.

Der BAK, bei dem Trainer Zschiesche im Vergleich zur Partie in Bautzen dreimal wechselte (Yildirim, Sagat und Sakran für Brügmann, Pekdemir und Belegu), begab sich nach zehn Minuten erstmals vor das gegnerische Tor. Eine  halbhohe Hereingabe von Yildirim konnte ein Auerbacher Verteidiger gerade so noch vor dem heranstürmenden Sagat klären. Knapp 60 Sekunden später zappelte das Spielgerät dann aber doch im Auerbacher Tornetz. Eine präzise Flanke von Enes Küc nickte Tunay Deniz zur Führung ein. Auch im Anschluss befand sich der Athletik Klub im Vorwärtsgang. Die Gäste wussten sich häufig nur durch Fouls zu helfen. Bereits nach 20 Minuten waren Heger und Schlosser mit Gelb verwarnt. Erstmals richtig eng wurde es für Jakubov im BAK-Tor dann nach 24 Minuten. Zimmermann setzte einen Kopfball nach einem Eckstoß knapp neben den Kasten, viel mehr sollte den Schwarz-Gelben bis zur 45 Minute nicht gelingen. Nach einer halben Stunde dann eine knifflige Szene: Özcan tauchte auf einmal frei vor Schmidt auf und schob den Ball am Keeper vorbei hinein ins Tor. Das Schiedsrichtergespann um Christian Allwardt entschied aber auf Abseits und somit auf kein Tor. Enes Küc versuchte sich anschließend noch einmal aus der Distanz – vergebens. Das Spiel dümpelte fortan etwas vor sich hin. Eigentlich hatten sich schon alle auf eine Pausenführung für den Athletik Klub eingestellt, doch dann der Schock. Praktisch mit dem Pausenpfiff erzielte Lukas Novy den Ausgleich für den VfB. Jakubov war zuvor an der Grundlinie zu spät gekommen, ein Auerbacher Spieler spitzelte das Leder in den Rückraum, von wo aus Novy den Ball über die Linie brachte. Sekunden später war Halbzeit.

Unverändert kamen beide Teams aus den Katakomben und die Gäste machten da weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört hatten: mit dem Tore schießen. Nach einem Abwehrfehler im Aufbauspiel kam der Ball über Zimmermann zu Heger, der zur Führung einnetzte (49.). Kurz darauf fast das 1:3 aus BAK-Sicht, doch Jakubov parierte. Grade als der BAK etwas Durchschlagskraft nach vorne vermissen ließ, gab es den nächsten Aufreger. Nach einem mehrfachen Abpraller lag der Ball auf einmal im Tor der Auerbacher. Der Schiedsrichter entschied allerdings zum zweiten Male an diesem Tage, ein Tor abzuerkennen. Davon ließen sich die Athleten aber nicht demoralisieren. Der eingewechselte Tokgöz fasste sich ein Herz und drosch die Kugel in der 70. aus der Distanz ins Tor! Vom Ausgleich wie beflügelt, spielten die Athleten von nun an wieder groß auf. Eine Viertelstunde vor Schluss legte Sakran den Ball am Strafraum auf Yildirim ab, der per Dropkick direkt abzog. Der Versuch landete jedoch in den Armen von Stefan Schmidt. Die Hausherren wollten nun die Führung und die sollten sie bekommen. Der ebenfalls eingewechselte Pekdemir war gerade einmal vier Minuten auf dem Platz und markierte die erneute Führung für die Athleten. Das I-Tüpfelchen setzte Enes Küc dann quasi in der Schlussminute drauf. Der Mann der letzten Wochen ließ drei Gegenspieler alt aussehen und knallte die Kugel aus knapp 16 Metern in die Maschen. Dabei sollte es bleiben, der BAK gewann mit 4:2.