3:0 – Starke Athleten bezwingen schwache BSG

Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Vereine, gehörte den Gastgebern die erste Halbzeit. Bereits nach fünf Minuten brachte Enes Küc den BSG-Schlussmann Latendresse in Bedrängnis, als er auf ihn zusprintete und den Keeper so fast zu einem Fehler zwang. Der BAK machte von Beginn an Druck und ging auf das 1:0. In der zehnten Minute hatte Außenverteidiger Belegu dann die Führung für den BAK auf dem Fuß, doch der Defensivmann traf den Ball nicht richtig und so konnte Latendresse den Schuss aus knapp acht Metern parieren. Drei Minuten später versuchte sich Pekdemir mit einem Freistoß aus 25 Metern. Sein Gewaltschuss flog jedoch am Tor vorbei. Nach etwas als über einer Viertelstunde gab es dann zum ersten Mal richtig Aufregung. Linthorst köpfte nach einer Ecke zur Führung für die Athleten ein, doch Schiedsrichter Christian Allwardt pfiff die Situation ab. Es war wohl ein Foul im Spiel gewesen, der Treffer zählte nicht. In der 22 Minute landete der Ball dann aber doch offiziell im BSG-Tor. Nach einem Freistoß, fiel BAK-Kapitän Sindik das Spielgerät vor den Schlappen. Der Kroate drückte den Ball über die Linie – 1:0 für den BAK. Der Treffer war noch gar nicht ganz ausgerufen, da schepperte es bereits erneut. Der wiedererstarkte Brügmann setzte einen platzierten Flachschuss unhaltbar in die untere Ecke-Doppelschlag des BAK! Die 2:0-Führung war zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Die Berliner waren das spielbestimmende Team und wurden vor allem über die rechte Seite (Belegu / Pekdemir) immer wieder gefährlich.  Die BSG dagegen lauerte auf Kontersituationen, die aber meist fahrlässig vertändelt wurden. Zudem fehlte es bei Flanken an jeglicher Präzision. Jakubov war kaum gefordert.

BSG-Coach Dietmar Demuth reagierte in der Pause postwendend und wechselte zwei Mal aus. Barth und Böttger ersetzten Wajer und Lars Schmidt. Einen positiven Effekt auf das Spiel der BSG, hatten die personellen Umstellungen jedoch erst mal nicht. Im Gegenteil, der BAK war dem 3:0 näher, als der BSG dem 1:2-Anschlusstreffer. In der 50. Minute fand eine scharfe Freistoßhereingabe von Yildirim am Fünfmeter-Raum die Stirn eines BAK-Mitspielers, der Kopfball flog jedoch knapp über den Kasten. In dieser Phase entwickelte sich Orhan Yildirim auf der linken Angriffsseite immer mehr zu einem Aktivposten, der die BSG-Hintermannschaft regelmäßig vor Probleme stellte. Ebenso Felix Brügmann, der Schütze des 2:0, hätte in der 55. seinen zweiten Treffer markieren können. Nach einem Steilpass tauchte der Blondschopf frei vor Latendresse auf, doch der Schlussmann konnte den Schuss des Stürmers grade noch abwehren und verhinderte so die frühe Vorentscheidung. Die Gäste aus Leutzsch näherten sich dem BAK-Kasten erstmals nach 59. Minuten an. Nach einem abgeblockten Distanzschuss, musste Jakubov herauseilen um das Spielgerät vor dem anlaufenden Schmidt zu erreichen. Der tschechische Schlussmann war zuerst am Ball und wurde anschließend abgeräumt – Freistoß. In der 67. Minute wechselte BAK-Coach Zschiesche erstmals aus und brachte mit Özcan für Pekdemir einen neuen quirligen Offensivmann. Der dribbelstarke Einwechselspieler fand sich direkt gut ein und  hätte den BAK mit zwei Großchancen fast schon mit 3:0 in Führung schießen müssen. Das Manko der Chancenverwertung zog sich durch die ganze Partie. Auch Felix Brügmann scheiterte zehn Minuten vor dem Abpfiff erneut. Diesmal jedoch nicht am BSG-Schlussmann, der inzwischen der stärkste Leipziger auf dem Feld war, sondern am Pfosten des BSG-Gehäuses. Latendresse war herausgeeilt, als Brügmann allein auf ihn zulief. Der Stürmer umkurvte daraufhin den Schlussmann, konnte das Spielgerät aus spitzem Winkel aber nur an den Pfosten setzen. Letztendlich sollte es dann aber doch noch klappen mit dem 3:0. Der eingewechselte Özcan setzte sich auf der rechten Seite durch, sah in der Mitte den freistehenden Yildirim, spielte diesen flach an und konnte sich Sekunden später über das 3:0 freuen. Yildirim hatte das Zuspiel erfolgreich verwertet. Wenig später war Schluss im Posti. Der BAK siegte auch in der Höhe verdient und hätte sogar noch mehr Tore erzielen müssen. Die BSG enttäuschte hingegen und konnte Jakubov über die gesamten 90 Minuten nicht einmal in die Bredouille bringen.