1:1 zum Hinrunden-Abschluss gegen den SV Babelsberg

Bei ungemütlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt, empfing der BAK (9.) den direkten Tabellennachbarn aus Babelsberg (8.). So ausgeglichen, wie es die Tabellensituation vermuten ließ, gestaltete sich das Spiel zunächst jedoch nicht.

Der BAK beherrschte von der ersten Sekunde an das Spielgeschehen. In der sechsten Minute gab der Athletik Klub in Person von Spielmacher Enes Küc den ersten Torschuss ab. Der Versuch des Zehners wurde jedoch abgeblockt. Vier Minuten später kam BAK-Kapitän und Ex-Babelsberger Lovro Sindik relativ unbedrängt nach einer Ecke zum Kopfball. Der Kroate bekam jedoch keinen Druck hinter den Ball und so ging das Leder deutlich am Kasten vorbei. Von den Babelsbergern war in der Anfangsphase so gut wie nichts zu sehen. Der BAK attackierte früh, die Gäste kamen nur selten über die Mittellinie. In der 15. Minute hätten sich die Potsdamer zudem fast selbst einen Ball ins Netz gelegt, als ein Babelsberger Abwehrspieler eine Flanke aus der Gefahrenzone köpfen wollte und das Leder dabei fast ins eigene Netz weiterleitete. Offensiv trat der SVB erstmals nach knapp 20 Minuten in Erscheinung. Einen wuchtigen Freistoß aus gut 20 Metern ließ Jakubov nach vorne abprallen, der Nachschuss brachte nichts ein. Nur eine Minute später ging der BAK dann beinahe in Führung. Ein Querschläger von Yildirim landete bei Küc, der den Fuß aus kurzer Distanz reinhielt und SVB-Schlussmann Gladrow so zu einer starken Parade zwang. Zehn Minuten nach dieser Aktion hatte Küc erneut die Möglichkeit, den BAK in Führung zu bringen. Der technisch starke Offensivmann ließ mit einem Dribbling gleich drei Gegenspieler aussteigen, ließ sich anschließend aber zu leicht im Strafraum fallen – Gelb von Schiedsrichter Eugen Ostrin, der die Szene als Schwalbe verbuchte. Nicht einmal zehn Minuten später pfiff Schiedsricher Ostrin dann erneut eine Aktion im Babelsberger-Strafraum ab – diesmal zeigte er jedoch zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Pekdemir war Sekunden vorher frei auf Gladrow zugesprintet, der Keeper war herausgeeilt und hatte den BAK’ler von den Beinen geholt. Strafstoß für die Athleten sowie Gelb für Gladrow waren das Resultat. Enes Küc trat an und verwandelte eiskalt, vielleicht lag es an den Temperaturen, zur verdienten Führung (44.). Fast im Gegenzug gelang den Babelsbergern dann fast noch der Ausgleich vor der Pause, doch der Schuss von Manuel Hoffmann ging aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei.

Den Gästen gehörte auch die erste Aktion nach Wiederanpfiff. Manuel Hoffmann setzte sich auf der linken Seite durch und spielte den Ball, von der Grundlinie aus, flach und punktgenau ins Zentrum zu Tino Schmidt. Der Mann mit der Nummer 27 traf den Ball jedoch nicht richtig und so trudelte das Leder aus drei Metern ins Toraus – Glück für den BAK. Die Babelsberger kamen im zweiten Spielabschnitt gut aus den Startlöchern und intensivierten die Offensivbemühungen, das wiederum gab den Hausherren Platz für Konter. In der 57. Minute hätte so ein Konter den Athleten beinahe die 2:0-Führung beschert. Pekdemir setzte Brügmann in Szene, der sich wiederum im 1-gegen-1 durchsetzen konnte und anschließend nur noch Gladrow vor sich hatte. Der Stürmer setzte einen Flachschuss an, Gladrow machte sich lang und fischte den Versuch aus der Ecke. Die vergebene Chance sollte sich postwendend rächen. Im Gegenzug traf, der bereits in der ersten Halbzeit eingewechselte, Büyükdemir zum 1:1-Ausgleich (60.) für die Gäste. Das Tor brachte die Athleten etwas aus dem Tritt. Nach vorne gelang im Anschluss nicht mehr so viel, wie noch in der ersten Halbzeit. Regelmäßige Versuche aus der zweiten Reihe brachten keine Gefahr. Auch die Babelsberger kamen ab und an zu Abschlüssen, wirklich hochkarätige Chancen waren in dieser Phase jedoch nicht dabei. Erst in den letzten Minuten nahm das Spiel noch einmal an Fahrt auf. Erst prüfte der eingewechselte BAK’s Elezi  den SVB-Keeper aus spitzem Winkel, dann musste Jakubov auf der anderen Seite einen saftigen Distanzschuss von Schmidt abwehren. Die Visiere waren nun oben, beide Teams wollten den Sieg. Fünf Minuten vor Ende schickte der eingewechselte Özcan den mitgelaufenen Enes Küc mit einem Steilpass, doch der herausgeeilte Gladrow bekam grade noch vor dem BAK-Mann die Fußspitze an den Ball. Nur einige Momente später hatte SVB-Torjäger Andis Shala dann das 2:1 auf dem Fuß. Der Goalgetter jagte den Ball aus 13 Metern relativ unbedrängt am Tor vorbei. In den Schlussminuten hätte jedes der beiden Teams das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden können, doch durch die fehlende Präzision im Abschluss stand nach Ablauf der Spielzeit ein leistungsgerechtes 1:1 auf dem Spielberichtsbogen.