1:3 bei LOK – Niederlage im Nachholer

Im Nachholspiel des 16. Spieltages gastierte der Berliner Athletik Klub am Mittwochabend beim heimstarken (9 Spiele, 1 Niederlage) Tabellenvierten Lokomotive Leipzig. Im Falle eines Sieges, hätte der BAK die Leipziger von diesem Platz verdrängt. Eine erste kleinere Überraschung gab es bei der Verkündung der Aufstellungen. BAK-Spielmacher und Top-Torschütze Enes Küc, der beim 3:0-Sieg gegen Fürstenwalde eine Gelbsperre aussitzen musste, fand sich zunächst auf der Bank wieder. Markus Zschiesche schickte die gleiche Elf wie beim Sieg am Wochenende auf den Platz.

Nach müden Auftaktminuten gingen die Hausherren in der 10. Spielminute wie aus dem Nichts in Führung. Einen Eckball von Maurer verwertete Ziane per Kopf und brachte die Blau-Gelben somit in Front. Der Gegentreffer wirkte wie ein Weckruf für die Athleten, die fortan besser ins Spiel fanden und sich in der 20. Minute dafür belohnten. Nach einem Abwehrfehler von Misch, schnappte sich Pekdemir den Ball, sprintete in Richtung Tor und zog so die LOK-Verteidiger auf sich. Der Flügelspieler behielt die Übersicht und hatte das Auge für den freistehenden Brügmann. Der ehemalige Lokist, der in der Vorsaison neun Saisontore für die Leipziger erzielt hatte, schob das Spielgerät flach zum 1:1 in die untere rechte Ecke. Der BAK hatte nun Blut geleckt und wollte die Führung – und die erzielten sie auch, nur zählte sie nicht. Nach einem schönen Pass von Tunay Deniz in die Tiefe, tauchte Pekdemir alleine vor LOK-Keeper Kirsten auf, schob den Ball am Torwart vorbei, doch Zickert kratzte den Versuch in letzter Sekunde von der Linie. Im Nachhinein lösten die Fernsehbilder auf, dass der Ball bei der Rettungsaktion bereits hinter der Linie gewesen war. Eine Fehlentscheidung, die nach Ausgang des Spiels umso schwerer wiegen sollte. Doch auch die Gastgeber hätten im ersten Spielabschnitt noch einmal in Führung gehen können. Jakubov, der einmal mehr eine starke Leistung zwischen den Pfosten zeigte, konnte einen Maurer-Freistoß gerade noch am Tor vorbeileiten. Eine Unterhaltsame Partie mit Chancen auf beiden Seiten wurde durch den Pausenpfiff von Schiedsrichter Stefan Prager beendet. Bei Schmuddelwetter ging es mit dem Stand von 1:1 in die Katakomben.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigte der BAK eine couragierte Leistung und schnürte die Leipziger phasenweise am eigenen Sechzehner ein. BAK-Innenverteidiger Tim Linthorst fand  in der 68. Minute seinen Meister in LOK-Schlussmann Kirsten, der einen Versuch des Holländers aus dem Winkel fischte. Mittenhinein in diese Druckphase der Berliner gab es dann aber den nächsten Tiefschlag. Erneut war es eine Standardsituation, welche den Leipzigern den nächsten Treffer bescherte. Mauerer bereitete mit seinem Freistoß zum zweiten Mal an diesem Abend ein Tor vor, denn Malone nickte seine Flanke zum 2:1 für LOK ein. Nur vier Minuten nach dem 2:1 fiel die Entscheidung zugunsten der Sachsen. Nach einem Fehler von Belegu im Aufbauspiel, schnappte sich Maurer den Ball und ließ Jakubov keine Chance – 3:1, die Entscheidung (74.). Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Ende.

Durch die Niederlage verpasste der BAK, der an diesem Abend gut mithielt und sogar mehr als einen Punkt hätte mitnehmen können, den Sprung auf Rang vier. Zwei Standardsituationen und ein Abwehrfehler bescherten den Hausherren drei Tore. Auf der Gegenseite ließ der BAK einige Chancen liegen und bekam ein reguläres Tor nicht anerkannt.