Tusche & Co. im Abstiegskampf

  • Bocubacar Sanogo: 101 Bundesliga-Spiele, 14 Champions League-Einsätze
  • Thorsten Mattuschka: 171 Zweitliga-Spiele, 4 Bundesliga-Einsätze
  • Chniedu Ede: 28 Bundesliga-Spiele, 109 Einsätze in der 2. Bundesliga, 48 Spiele in der Eredivisie (1. Liga in Holland)
  • Björn Brunnemann: 108 Zweitliga-Einsätze

Es ist die wohl prominenteste und erstliga-erfahrenste Mannschaft der Regionalliga Nordost – die VSG Altglienicke. Der Aufsteiger aus Süd-Berlin setzt auf Erfahrung und (ehemals) große Namen. Dass diese aber nicht zwangsläufig zum Erfolg führen, zeigten die letzten Monate und Wochen. Der absolute Tiefpunkt der sportlichen Krise ereignete sich erst am Mittwoch im Pokal.

Nach einem soliden Start in die erste Regionalliga-Saison der Vereinsgeschichte (12 Punkte aus 8 Spielen), zeigte die Formkurve vom Team von Miroslav Jagatic zuletzt deutlich nach unten. Mit nur zwei Siegen aus den letzten 14 Begegnungen rutschte die VSG von Platz sechs auf Rang 14 ab – dieser könnte im schlechtesten Fall sogar den direkten Wieder-Abstieg bedeuten. Eine Katastrophe, schaut man sich den Kader und die dafür aufgewandten finanziellen Mittel an. Von einigen Experten vor der Saison als Kandidat für die Spitzengruppe gehandelt, ist die VSG mittlerweile auf dem Boden der Tatsachen zurück.

Doch nicht nur in der Liga läuft es aktuell nicht, auch im Pokal musste das prominente Team am Mittwoch die Segel streichen. Gegen den Verbandsligisten Eintracht Mahlsdorf ging dem Regionalligisten in der Verlängerung die Puste aus. Nach 120 Minuten verließ der Underdog den Platz als Sieger. Vier Gegentore in der 30-minütigen Verlängerung brachen Mattuschka und seinen Nebenleuten das Genick.

Auch die ehemaligen BAK-Leistungsträger Kevin Kahlert, Kevin Stephan und Christian Skoda können ihre früheren Leistungen aktuell nicht bestätigen. Hinzu kommt, dass die zuletzt vereinslosen Ede und Sanogo bisher noch nicht die erhofften Verstärkungen sind. Nun stehen die Spiele gegen den BAK, Hertha BSC II, Lokomotive Leipzig und den SV Babelsberg an. Es wird also nicht gerade leichter für die gebeutelte VSG. Die Krise beim zweitältesten Team der Liga könnte sich also noch verschärfen.

Der BAK ist dagegen seit vier Spielen ungeschlagen. Zuletzt trennte man sich jeweils mit einem Unentschieden von Wacker Nordhausen (2:2) und Viktoria 1889 (0:0). Gegen die formschwachen Altglienicker soll nun wieder ein Sieg im eigenen Stadion her. Damit könnte man sich für die 0:1-Hinrunden-Niederlage im Jahn-Sportpark (Torschütze: Kahlert) revanchieren. Markus Zschiesche wird vermutlich erneut den gefährlichen Doppelsturm aus Kargbo (12 Tore) und Brügmann (7 Tore) auf den Platz schicken. Zudem könnte die Stamm-Innenverteidigung aus Pierre Becken (zuletzt gesperrt) und Tim Linthorst (angeschlagen) wieder in die Startelf zurückkehren. Dass man mit Cedrik Mvondo und Lubomir Korijkov aber auch einen guten Ersatz in der Hinterhand hat, bewiesen die beiden beim 0:0 am vergangenen Wochenende.