BAK im Doppelpack: Erst Pokal-Highlight dann Regionalliga-Action

Am morgigen Mittwoch wird Hochbetrieb am Poststadion herrschen. Während die Regionalliga-Mannschaft des BAK gegen Budissa Bautzen die Punkte 36, 37 und 38 holen will, möchte unsere U19 im Pokalwettbewerb dem haushohen Favoriten Hertha BSC ein Bein stellen. Den Anfang macht unsere U19 um 15:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Poststadion.

U19:

Es ist der mit Abstand schwerste Gegner den man erwischen konnte, zugleich aber auch die Chance ein riesengroßes Ausrufezeichen zu setzen. Im Viertelfinale des Berlin-Pokals treffen die U19-Athleten nach dem 16:0 (!) über Hertha 06 nun auf die große Hertha – die Auswahl von Hertha BSC, eine der besten Jugendmannschaften des Landes. In der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost liegt die „junge“ Alte Dame aus Charlottenburg aktuell mit 50 Zählern und einem Torverhältnis von 62:25 auf Tabellenplatz zwei, hinter dem HSV.

Trainiert wird die U19 der Blau-Weißen vom ehemaligen Bundesliga-Profi Michael Hartmann (167 Buli-Einsätze). Auch im Kader stehen mit Julius Kade und Florian Baak schon zwei Spieler, die in ihren jungen Jahren bereits Bundesliga-Erfahrung sammeln konnten. Hinzu kommen weitere U-Nationalspieler aus der Türkei, Bosnien Herzegowina und Deutschland.

Die Hertha ist, wie in fast allen anderen Altersklassen auch, der Favorit auf den Pokalsieg. Dennoch will sich das Team von Dominik Reinhardt dem übermächtig erscheinenden Gegner mit voller Kraft entgegenstemmen und versuchen, den Favoriten ins Wanken zu bringen. Dabei liegen die Hoffnungen nicht zuletzt auf Top-Torjäger Seref Kocer, der in dieser Spielzeit in der Liga bereits 28 Mal geknipst hat. Um gegen die Herthaner ein Wörtchen mitsprechen zu können, wird jedoch eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Auftritten in der Verbandsliga nötig sein.

Dominik Reinhardt (Trainer): „Der 99er-Jahrgang der Hertha ist ein sehr starker, man könnte fast sagen ein goldener Jahrgang. Dementsprechend wird es ein Spiel von David gegen Goliath, allerdings werden wir alles in die Wagschale werfen. Die Jungs sind natürlich heiß, es ist ein echtes Highlight. Wir sind uns aber bewusst, dass wir der krasse Außenseiter sind doch bekanntlich hat der Pokal auch seine eigenen Gesetze. Ich persönlich habe als Trainer schon drei Mal knapp gegen die Teams von Hertha verloren, u.a. mit Tebe’s U17 im Pokalfinale vor drei Jahren – wird also langsam Zeit für einen Sieg gegen die Blau-Weißen. “

Sollte das Spiel nach Ablauf der regulären Spielzeit entschieden sein, geht es 45 Minuten ein paar Meter bereits mit der nächsten Partie weiter. Diesmal bei den Männern, diesmal in der Regionalliga Nordost. Der FSV Budissa Bautzen gastiert im Rahmen des 26. Spieltags im Posti.

Herren-Regionalliga:

Während unsere Athleten mit 35 Punkten aus 24 Spielen auf Tabellenplatz sechs stehen, muss der Tabellenzwölfte aus Bautzen den Blick tendenziell eher nach unten richten. Zwar stehen die Sachsen aktuell noch über dem Strich, Verfolger wie z.B. Chemie Leipzig sammelten zuletzt aber ordentlich Punkte und verzeichneten einen Aufwärtstrend – auf den man bei der Budissa aktuell noch wartet.

Der letzte Sieg datiert vom 08.12.2017 (3:0 gegen Neugersdorf). Allerdings absolvierte man seither auch nur vier weitere Spiele, wobei man gegen die beiden Topteams BFC und Energie antreten musste.  Gegen den Tabellenführer erarbeitete man sich gar ein 0:0 vor heimischer Kulisse, jedoch ging das wichtige Spiel gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, Chemie Leipzig, nur eine Woche später mit 0:1 verloren. Den jüngsten Rückschlag gab es doch jedoch erst am Sonntag, als der FSV mit 1:2 beim Tabellenvorletzten aus Neustrelitz verlor.

Dennoch scheint man in Sachsen zufrieden mit der sportlichen Situation zu sein, denn nur drei Tage vor der Niederlage bei der TSG wurde der Vertrag mit Cheftrainer Torsten Gütschow um ein weiteres Jahr, bis zum Ende der Saison 2018/2019, verlängert. Will der Coach sich und seinem Team etwas Luft in der unteren Tabellenregion verschaffen, sollten die Bautzener am Mittwoch gegen den BAK punkten. Geschieht dies nicht, könnte die Mannschaft um Kapitän Franz Pfanne im schlechtesten Falle noch einmal ganz unten reinrutschen, denn vier der sechs schlechter platzierten Teams haben weniger Spiele auf dem Konto als Budissa.

Dass man aus dem Poststadion aber durchaus mal einen Punkt mitnehmen kann, bewiesen die Bautzener bereits in der Vergangenheit. In zwei von drei Aufeinandertreffen in Moabit trennten sich die Vereine mit einem Unentschieden. Gewinnen konnten die Budissen im „Posti“ jedoch noch nie, dabei darf es aus BAK-Sicht gerne bleiben.