Auswärtsspiel-Vorschau: Hertha BSC II gegen BAK 07

Die Saison nähert sich dem Ende. Platz 1 und Platz 18 sind schon lange vergeben. Spannend wird es noch um die restlichen zwei (oder drei) Abstiegsplätze. Der BAK will sich im oberen Drittel aus der Saison verabschieden. Am nächsten Spieltag kommt es dabei zum Aufeinandertreffen  mit dem direkten Tabellen- und Lokalnachbarn Hertha BSC II. Hier gibt es auch eine schmerzhafte Niederlage aus dem Hinspiel gut zu machen, das 0:4 im heimischen Poststadion war die höchste Heimniederlage der Saison.

BAK CHEFTRAINER MARKUS ZSCHIESCHE
„Hertha II ist eine gut ausgebildete Mannschaft. Oft kommen Profis von oben runter, deshalb sind sie unberechenbar. Das wird ein schweres Spiel.“

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Der Gegner:
Name: Hertha BSC II
Gegründet: 1892
Farben: Blau-Weiß
Stadion: Stadion auf dem Wurfplatz (5400 Zuschauer)
Trainer: Ante Covic
Erfolge: Berliner Pokalsieger 1976, 1992, 2004
DFB-Pokal-Finalist: 1993
Direktbilanz: 3-2-10

So lief das Hinspiel:

Aus der Direktbilanz kann man schnell schlussfolgern, dass die zweite Mannschaft der Hertha so etwas wie der Angstgegner des BAK sind. In der Tat verloren sie 7 der letzten 10 Spiele gegen Hertha II, so auch das Hinspiel. Das 0:4 zuhause fiel doch leider etwas zu hoch aus. Der BAK war anfangs die spielbestimmende Mannschaft und hatte einige Chancen, in Führung zu gehen. Nach 30 Minuten gaben sie das Heft aber aus der Hand und Hertha mit 1:0 in Führung. Fast im direkten Gegenzug hätte Torjäger Felix Brügmann den Ausgleich erzielt, stattdessen kam es noch schlimmer, Hertha erhöhte auf 2:0. In der zweiten Halbzeit war der BAK zwar bemüht, traf zweimal die Latte, schaffte es aber nicht den Anschluss herzustellen. Im Gegensatz zu den  jungen Herthanern. Sie nutzten die wenigen Chancen und Konter und erhöhten eiskalt auf 4:0. Die Tore erzielten Mittelstädt, Fuchs und zweimal Kurt.

Der Trainer des Gegners:

Der kroatische Berliner Ante Covic ist ein wahres Hertha-Urgestein. Zwar begann seine Spielerkarriere beim VfB Stuttgart und in Nürnberg, danach wechselte er aber in seine Geburtsstadt und blieb dort fünf Jahre, bevor er es noch mal mit mäßigem Erfolg in Bochum und Saarbrücken versuchte. Danach kehrte er wieder zur Hertha zurück, allerdings nur in die zweite Mannschaft. Hier spielte er noch weitere 7 Jahre und beendete 2010 seine aktive Karriere. Er hatte dabei insgesamt 13 Tore in erster und zweiter Liga erzielt und durchlief bis zur U-21 auch diverse kroatische Jugendnationalmannschaften.

Nach seiner aktiven Karriere blieb er der Hertha treu, übernahm die U-15 und auch kurzzeitig den Co-Trainer Job bei der ersten Mannschaft, bevor er 2014/15 Cheftrainer bei der Zweiten wurde. Hier ist er nun drauf und dran seine erfolgreichste Saison abzuschließen. Bisher war seine Höchstpunktzahl die 48 am Ende einer Saison. Nun steht er schon bei 45 und hat noch fünf Spiele mit seinen Jungs zu absolvieren.

Der „Torjäger“:

Maximilian Pronichev ist der Torjäger der Hertha. In zweiten Mannschaften ist es immer schwer eine wirkliche Konstanz reinzubringen. Viele Spieler wechseln häufig zwischen erster und zweiter Mannschaft hin und her. Umso erstaunlicher ist es, das Maximilian in 16 Spielen 13 Tore erzielt hat. Es ist seine erste Saison bei den Herren. Er kommt aus der A-Jugend von Schalke 04 und zeigt, dass er auch bei den großen so erfolgreich treffen kann wie in der Jugend (15 Tore). Es wird wohl nicht mehr lange dauern bis man ihm in der ersten Mannschaft der Hertha eine Chance gibt.

Das ewige Talent:

Ein besonderes Augenmerk sollte man auch immer auf Sinan Kurt werfen. Der hochbegabte Techniker bekommt sein Talent einfach nicht konstant auf den Rasen. Der bei Borussia Mönchengladbach ausgebildete und dann über Bayern München bei der Hertha gelandete Kurt sollte sein Talent eigentlich bei der ersten Mannschaft zeigen und Bundesliga-Fußball spielen. Inzwischen versucht die Hertha sein Talent sogar mit Einzel-Training zu kitzeln, damit er sich nicht im Mannschaftstraining verstecken kann. In 19 Spielen traf er in der Regionalliga nur zweimal, ausgerechnet im Hinspiel beim BAK.

Warum sich das ansehen?

Es treten zwei Tabellennachbarn gegeneinander an. Sie werden alles geben, so dass sie am Ende vor dem Konkurrenten landen. Der BAK hat dazu noch das 0:4 aus dem Hinspiel im Gedächtnis und will das bestimmt nicht so auf sich sitzen lassen. Dazu neigt sich die Saison dem Ende entgegen und man versucht mit einem guten Eindruck in die Sommerpause zu gehen.

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Text: Jan Sawicki
Foto: Mehmet Dedeoglu