BAK wartet weiter auf Heimsieg – 1:1 gegen Bischofswerda

Nach der deutlichen Niederlage im ersten Heimspiel der Saison gegen den SV Babelsberg wollte die Parlatan-Truppe nach dem Derbysieg gegen den BFC Dynamo nun auch den ersten Heimdreier der laufenden Spielzeit einfahren. Zu Gast war der Aufsteiger Bischofswerdaer FV, der mit sechs Punkten aus drei Spielen sehr gut aus den Startlöchern gekommen war.

Im Spiel  gegen den BAK gelang den Gästen allerdings kein so guter Start. Der BAK übernahm früh das Geschehen und wurde durch einen Lattentreffer von Deniz in der siebten Minute das erste Mal richtig gefährlich. Nur zwei Minuten später verpasste Kargbo im Zentrum eine Hereingabe von Iraqi knapp. Der BFV lauerte auf Kontergelegenheiten und ließ den BAK kommen. Wirklich viel kam von den Sachsen jedoch nicht. Einzig und allein Thomas Petracek strahlte hin und wieder Gefahr aus. Mitte der ersten Halbzeit hätte eine Unachtsamkeit von BAK-Keeper Kühn dem Tschechen beinahe sein drittes Saisontor ermöglicht, doch der kleine Patzer des Keepers blieb unbestraft. Treffsicherer zeigte sich dagegen Abu Bakarr Kargbo, der in der 25. Minute eine halbhohe Hereingabe von Jan Koch per Volley zum 1:0 für die Hausherren in die Maschen schoss. Fünf Minuten vor der Pause war es dann erneut Kapitän Deniz, der knapp am 2:0 vorbeischrammte. Sein Flachschuss aus der Drehung aus knapp 7 Metern Torentfernung landete knapp neben dem linken Pfosten. So ging es „nur“ mit einer Ein-Tore Führung für den BAK in die Kabinen.

Das Personal ließen die Trainer auf beiden Seien unverändert. Die erste Chance ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Kurz nach Wiederanpfiff vereitelte Kühn einen Versuch von Cermak, der von rechts angesprintet kam und das Spielgerät am Keeper vorbeilegen wollte (47.). Kühn konnte den Ball jedoch abwehren. Nur kurze Zeit später war es wieder Cermak, diesmal über links, der sich nochmals an Kühn versuchte. Dem Schuss des Außenbahnspielers mangelte es aber an Kraft und Präzision und war daher kein Problem für den Schlussmann der Berliner. Der BFV war jetzt aber im Spiel, der BAK dagegen verhielt sich unerwartet passiv. Der Ausgleich lag in der Luft und er sollte auch fallen. In der 70. Minute kam der eingewechselte Frank Zille aus einer unübersichtlichen Situation mit dem Kopf an den Ball und überspielte so den herausgeeilten Pascal Kühn – der verdiente 1:1-Ausgleich für die Gäste. Kurz darauf wurde es wieder brenzlich für die Athleten. Der Torschütze zum Ausgleich nagelte einen Freistoß aus 30 Metern auf das Tor von Kühn, der sich streckte und so den Einschlag verhinderte. Den Hausherren gelang im zweiten Spielabschnitt wenig bis garnichts. In der 79. Minute gab Cakmak den ersten Torschuss im zweiten Durchgang ab. Vor 373 Zuschauern hatte der eingewechselte Möllering dann sogar noch das 2:1 für den Athletik Klub auf dem Fuß, sein Gewaltschuss aus 20 Metern klatschte jedoch an den Querbalken. Letztendlich teilten sich beide Teams leistungsgerecht mit einem 1:1. Der BAK muss nach zwei Auswärtssiegen somit weiterhin auf den ersten Heimerfolg warten.

 

Die Trainer zum Spiel:

Ersan Parlatan: Ich habe heute zwei unterschiedliche Halbzeiten meiner Mannschaft gesehen. In den ersten 45 Minuten haben wir dominiert und sind verdient in Führung gegangen. Im zweiten Abschnitt hat uns das Pressing des BFV offensichtlich beeindruckt und wir haben es nicht mehr geschafft, die Situationen spielerisch zu lösen. Es fehlte uns an Bewegung nach vorne und an Genauigkeit im Passspiel. Am Ende hat uns beim Lattentreffer durch Möllering dann leider noch das Quentchen Glück gefehlt. Letztendlich war es ein leistungsgerechtes Unentschieden. Man sieht einfach, dass wir eine neue Truppe zusammenhaben. Aktuell sind die Leistungen noch unkonstant, das müssen wir ändern. Die Temperaturen und der Zustand des Platzes haben uns bei dem Vorhaben heute nicht geholfen, das soll aber keine Ausrede sein.

Erik Schmidt: Natürlich freuen wir uns als Aufsteiger sehr über den einen Punkt heute. Ich denke, dass der Zähler verdient ist und wir uns heute mit dem BAK auf Augenhöhe bewegt haben. Zwar hat der BAK besser in die Partie gefunden und uns bis zur 20. Minute eindeutig dominiert, dann haben die Jungs auf dem Platz aber aus der Situation gelernt und in der zweiten Hälfte umso stärker aufgespielt. Klar hatten wir am Ende Glück mit dem Lattentreffer aber letztendlich stehen 8 Punkte aus vier Spielen zu Buche – darauf können wir stolz sein.