Unser detaillierter Vorschlag zur zweigleisigen 3. Liga

Wir sind über den Zuspruch der Vereine und Medien sehr erfreut. Der Berliner AK bekräftigt die Idee einer zweigleisigen dritten Liga, aber auch die Aufstockung der Profi-Ligen. In der gestrigen Videokonferenz mit allen Vereinen der Regionalliga Nordost und den Vertretern des NOFV, haben wir den gut durchdachten Vorschlag unseres Präsidenten Mehmet Ali Han einer zweigleisigen 3.Liga nochmals bekräftigt. Die Mehrheit der Vereine wünscht sich eine Beendigung der Saison zum 30. Juni 2020. Der Verband ist bemüht, die Saison sportlich auch mit Geisterspielen zu beenden. Bei vielen Klubs bedeutet dies erhebliche Einnahmeverluste, auch wenn rbb Fernsehen und Sport im Osten in Zusammenarbeit mit dem NOFV eine gute Idee erstellt haben, alle Spiele per Livestream übertragen zu können. Auch nach der gestrigen Videokonferenz und den aktuellen Prognosen sowie die Maßnahmenverlängerung der Bundesregierung wird eine zweigleisige dritte Liga die beste Lösung sein. Allerdings muss die Ligenreform bereits in der 1. Bundesliga beginnen.
1) Alle Teams, die in der zweiten und dritten Liga auf den Aufstiegs- und Relegationsplätzen stehen, dürften aufsteigen. Aufgrund der außerordentlichen Situation für Bund, Politik, Wirtschaft und Sport muss eine Bundesliga mit 21 Teams und Mehrabsteiger in der Saison 2020/2021 möglich sein.
2) Mit 20 Teams aus den Regionalligen, wird die neue zweite Staffel gebildet. Es gibt keine Absteiger.
3) Aus den fünf Regionalligen sind die ersten vier Teams aufstiegsberechtigt. Der Verband bietet den Vereinen die Möglichkeit, sich unter aufgelockerten Bedingungen und verkürzter Bewerbungsphase sich für die 3. Liga zu bewerben. Sofern die aufstiegsberechtigten Teams nicht melden, rücken aus dem Bewerberpool die nächstbesten Mannschaften nach Punkten auf.
4) Die Vereine aus der Regionalliga verzichten in der zweigleisigen dritten Liga auf ein Drittel der TV-Einnahmen. (Durch die Traditionsduelle, neuen möglichen Sponsoren im Profi-Fußball und der Ligenattraktivität sind die „Verluste“ schnell zu regenerieren.)
5) Alle Teams unterzeichnen den Verbänden schriftlich, auf Schadenersatz zu verzichten.

Pro:
– allen Teams wird abgeholfen
– es gibt keine Verlierer
– wenig Bürokratie
– keine Klagen und Schadenersatzforderungen
– dritte Liga wird durch die Teilnahme der Traditionsklubs attraktiver
– den Verbänden und den Funktionären aber auch den Juristen wird sehr viel Arbeit erspart
– frühzeitige Gewissheit und Planung aller Beteiligten
– keine Insolvenzen

Contra:
– Aufstockung der Ligen, mehr Spiele und weniger Pause.