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Berliner AK 07 im DFB-Pokal gegen Mainz: Keine Chance, aber die will man nutzen

Am Sonntag treffen der Berliner AK 07 und Mainz 05 in der ersten Runde des DFB-Pokals aufeinander. Für die Berliner ist es das größte Spiel in der langen Vereinsgeschichte.

Berlin. Es ist wie so oft im DFB-Pokal: Ein Amateurklub spielt gegen einen Bundesligisten. Die Chance für den Außenseiter? Eher gering. Am Sonntag treffen der Berliner AK 07 und Mainz 05 aufeinander, gekonnt übt sich BAK-Trainer Bahman Foroutan vorher im Tiefstapeln. „Selbst wenn wir statt elfmal 44 Mal zuvor trainiert hätten, würden wir Mainz nicht schlagen können“, sagte Foroutan.


Keine Chance auf einen Sieg


„Wer glaubt, wir könnten Mainz schlagen, kennt Fußball nicht.“ Die Berliner sind froh, überhaupt im DFB-Pokal dabei zu sein. In der über 100-jährigen Geschichte des Vereins, ist das der größte Erfolg. Im Juni wurde im Finale des Berliner Pilsner-Pokals in einem turbulenten Spiel der BFC Dynamo mit 1:0 besiegt. Der goldene Torschütze war Can Akgün, der im exklusiven Gespräch mit Goal.com über sein Tor und seine Gefühle danach sprach.


BAK-Trainer Bahman Foroutan übt sich in Zurückhaltung.

Feiern die ganze Nacht


„Es war ein super Gefühl, weil es ja nicht jeden Tag vorkommt, dass man im Finale ein Tor schießt. Es war wichtig und befreiend für die ganze Mannschaft“, sagte Akgün. „Ich brauchte zwei, drei Tage das zu realisieren. Durch mein Tor haben wir eine große Sache erreicht.“ Auch die Ausschreitungen nach dem Spiel, als mehr als 100 BFC-Fans den Rasen stürmten, konnten den Jubel nicht mindern. Die Siegesfeier ging die ganze Nacht.

Eine wertvolle Erfahrung

Am Sonntag nun steht das nächste wichtige Spiel in der Vereinsgeschichte an. Für die Mainzer ist es das erste Pflichtspiel der Saison, BAK hat dagegen schon das erste Punktspiel absolviert. Am letzten Wochenende gab es in der Oberliga Nord einen 1:0-Auswärtssieg bei Optik Rathenow. Trainer Bahman Foroutan will auf große Veränderungen verzichten und schenkt seiner Mannschaft aus dem Rathenow-Spiel vertrauen. „Meine Spieler werden die 90 Minuten gegen Mainz sehr viel lernen. Es wird eine wertvolle Erfahrung für sie“, sagte Foroutan.

Leichte Aufgabe gegen Mainz


Bahman Foroutan hat in seiner Trainerkarriere schon viel erlebt. Zu Beginn der 1980er Jahre war er unter anderem Nationaltrainer des Iran, und in der letzten Saison rettete er den Berliner Klub Türkiyemspor vor dem Abstieg in die Oberliga. Aus den letzten drei Spielen holte er drei Siege. Seine Erfahrung hat er vor dem Spiel gegen Mainz 05 an seine junge Mannschaft weitergegeben. „Ich habe viel über Profi-Fußball mit meiner Mannschaft gesprochen. Es wird leicht für uns gegen Mainz“, erklärt der BAK-Trainer.


Hier findet das Spiel statt: Im Berliner Poststadion!

2500 Zuschauer werden erwartet


„Wir können befreit aufspielen, werden keine Angst haben. Haben wir neun schlechte Aktionen, aber auch eine gute, werden wir vom Publikum trotzdem bejubelt.“ Für das Spiel im Berliner Poststadion erwartet der Berliner AK bis zu 2500 Zuschauer, davon werden 800 aus Mainz anreisen. Und auch wenn es am Ende nicht zu einer Überraschung reicht, die Erfahrung aus einem Spiel gegen einen Bundesligisten kann sich am Ende auszahlen. Von der Oberliga Nord soll bald der Aufstieg in die Regionalliga gelingen.

13.08.2010

von Andreas Becker

www.goal.com

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