HISTORIE

Das Poststadion wurde zwischen 1926 und 1929 für den Postsportverein e. V. im Auftrag der Reichspostverwaltung gebaut. Die Pläne hierfür lieferte der Architekt Georg Demmler. Ursprünglich konnten 35.000 Zuschauer im Poststadion Platz nehmen. Umgeben war das Stadion vier Fußballplätzen, zehn Tennisplätzen, einem Tennisstadion, einer Schwimm- und Ruderhalle und einem Freibad.

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In den 20er und 30er Jahren wurden viele bedeutende Spiele im Poststadion ausgetragen. Die Deutsche Nationalmannschaft spielte 1930 3:3 gegen England. Dreifacher Torschütze in dieser Partie war Richard Hofmann. 1936 wurde beim Länderspiel zwischen Deutschland und Norwegen unter der Leitung von Otto Nerz ein Zuschauerrekord aufgestellt. 55.000 Zuschauer sahen die Partie, in der Deutschland 0:2 verlor. Dies war auch die letzte Partie unter der Leitung von Otto Nerz, dessen Nachfolge Sepp Herberger antrat. Das letzte Länderspiel, das im Poststadion stattfand, gewann Deutschland 1933 mit 1:0 gegen Polen.

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Auch Meisterschaftsspiele wurden im Poststadion ausgetragen. Der FC Schalke 04 spielte 1934 gegen den 1. FC Nürnberg vor 45.000 Zuschauern um die Deutsche Meisterschaft und gewann die Partier. 1936 wurde der 1. FC Nürnberg durch einen Sieg gegen Fortuna Düsseldorf zum Deutschen Meister. Ein weiteres besonderes Ereignis gab es im Poststadion am 7. Juli 1935. Das Stadion wurde zur Boxarena, in der Max Schmeling gegen Paolino Uzcudun nach Punkten siegte.

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Seit April 1990 steht das Poststadion unter Denkmalschutz. Nach einigen Baumaßnahmen und Modernisierungen fasst das Stadion momentan wieder fast 10.000 Zuschauer. Die Haupt Tribüne ist seit diesem Jahr wieder komplett mit Sitzen ausgestattet.